Interview: Beatsteaks

22. November 2014 0
Interview: Beatsteaks
titus.de


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Vor dem ersten Köln-Konzert der Beatsteaks trafen wir Schlagzeuger Thomas Götz Backstage im Palladium zum Interview. Neben der aktuellen Platte “Beatsteaks” und der laufenden “Creep Magnet”-Tour waren u. a. ihr Verhältnis zu Rock am Ring, ihre Pläne für´s kommende Jahr sowie ihr Bandjubiläum 2015 Thema. Wir die Jungs aus Berlin live sehen will hat noch bis Mitte Dezember die Gelegengenheit dazu. Tickets gibt es wie immer hier in unserem Online-Shop.

 

RaR-Blog: Hallo. Wie geht’s dir?

Thomas: Wir hatten zwei freie Tage in Köln. Ich kann nicht meckern. Mir geht´s sehr gut.


RaR-Blog: Klasse. Ihr habt ja auf eurer „Creep Magnet“-Tour schon einige Konzerte gespielt. Wie fühlt es sich an endlich wieder live zu spielen? Besonders die Songs der neuen Platte.

Thomas: Es fühlt sich sehr gut an. Wir haben glaub ich jetzt ein Drittel von der Tour gespielt und bisher läuft es für uns sehr gut. Es macht total Spaß. Es sind jetzt etwas größer Hallen. Wir hatten aber vorher die Möglichkeit zwei Wochen lang eine kleine Clubtour zu machen. Wir haben uns also schon an der Materie gewöhnt. Also alles cool.


RaR-Blog: Auf eurer Facebookseite habt ihr geschrieben, dass sich Arnim einen Meniskusanriss bei einem Konzert zugezogen hat. Wie ist das passiert und wie geht’s ihm jetzt?

BeatsteaksThomas: Er ist vorne auf den Boxen herumstolziert und ist da heruntergefallen. Er wurde aufgefangen aber dabei ist der Meniskus angerissen. Er ist nicht ganz durch. Man kann also damit umgehen. Alte Menschen laufen damit ein halbes Jahr herum und sagen: „ Au, mit tut das Knie so weh.“. Es ist halt ein bisschen tricky und man kann nicht so viel tanzen, das Knie nicht so doll belasten und muss ein bisschen vorsichtig sein. Arnim ist glaub ich so ein bisschen auf „halbgas“ grade.

RaR-Blog: Okay. Das ist glaub ich nicht das was er sich für so eine Tour gewünscht hat oder?

Thomas: Ja natürlich. Ich glaube er würde lieber tanzen und wir würden ihn auch lieber tanzen sehen, aber es ist leider wie es ist. Wir kommen aber zurecht und es ist okay. Wir hoffen dass es hält.


RaR-Blog: Im Sommer habt ihr mit Rock’n’Heim und Highfield bereits zwei Festivals gespielt. Danach folgte dann die Clubtour. Welche neuen Songs zünden deiner Meinung nach momentan am besten bei den Fans? Wozu gehen die Fans am meisten ab?

Thomas: Wir haben aktuell noch gar nicht alle Songs der Platte gespielt. Über die ganze Platte sagen kann man das gar nicht. „Gentleman Of The Yeah“ ist so ein bisschen Highlight, „Everything Went Black“ kommt sehr gut an, „Real Paradise“ macht gerade sehr viel Spaß zu spielen, „I Never Was“ ist ein schöner letzter Song, wenn wir ihn spielen und heute Abend werden wir uns mal wieder an „Make A Wish“ versuchen.


RaR-Blog: Wie schwer ist es für euch eine Setlist zu schreiben wenn mit einem neuen Album immer mehr neue Songs dazu kommen?

Thomas: Zuerst freut es uns natürlich und wir wollen am liebsten alle neuen Lieder spielen und freuen uns darüber, dass sich die Setliste dadurch zu den Jahren davor ändert. Es ist einfach etwas Neues und das ist schön. Wir brauchen dafür schon ein paar Konzerte. Man will aber auch nicht immer dieselbe Setlist spielen. Also will man auch Sachen austauschen. Man will sich Spontanität bewahren. Zum anderen ist ein so großes Hallenkonzert nicht so spontan wie eine Clubkonzert, weil viele Leute einfach wissen müssen was nacheinander kommt und was ihr Einsatz ist. Da muss man halt die Balance findet damit es nicht zu routiniert wirkt aber man trotzdem halt was macht was cool zueinander passt.

RaR-Blog: Also habt ihr auch selbst den Anspruch die Setlist für zwei Konzerte hintereinander wie jetzt in Köln zu verändern?

Thomas: Ich glaube nicht, dass so viele Leute doppelt kommen. Die Setlist wird sich ähneln aber es wird nicht dieselbe sein.


RaR-Blog: Wie du bereits angesprochen hast spielt ihr auch hin und wieder gerne in Clubs. Ich persönlich erinnere mich gerne z. B. an Konzerte im Gloria hier in Köln oder in Eupen an der belgischen Grenze. Wo seht ihr da den größten Unterschied, wenn man mal von den Massen vor der Bühne absieht?

BeatsteaksThomas: Es ist fast alles unterschiedlich. Es sind viel mehr Leute da, die Räume sind viel größer, ein Clubkonzert klingt ganz anders wie ein großes Konzert, bei einem Clubkonzert ist sicherlich viel mehr Spontanität möglich, bei großen Konzerten sind viel mehr Leute involviert, beim Clubkonzert zählt manchmal der Augenkontakt und man kann die Leute sehen, in großen Hallen zählt eher die große Geste, weil es auch der verstehen muss der ganz hinten steht. Deswegen ist das Tempo in großen Hallen vielleicht ein bisschen langsamer (lacht). Ganz, ganz schnelle Songs funktionieren in ganz großen Hallen oft nicht so gut wie die etwas langsameren Songs.

RaR-Blog: Okay und deswegen spielt ihr auch immer noch gerne kleine Clubkonzerte obwohl ihr die großen Hallen füllt?

Thomas: Ja, wir spielen gerne Clubkonzerte, weil wir es dürfen und weil wir beides machen können und es total schön ist. Da kommen wir ja auch her.


RaR-Blog: Relativ neu dabei ist Dennis Kern, der bereits damals als zweiter Schlagzeuger beim „TwoDrummerSummer“ dabei war. Wir haben uns gefreut als wir ihn (wenn auch in einer anderen Rolle) bei eurem Auftritt bei Rock´n´Heim und nun auch auf der Tour wiedergesehen haben. Ist er nun bereits ein festes Mitglied der Band? Wie kam es dazu?

Thomas: Fühlt sich fast so an. Bei der „TwoDrummerSummer“-Tour war Dennis der zweite Schlagzeuger. Die neue Platte wurde größtenteils live aufgenommen, aber bei einigen Liedern gab es schon ein paar sogenannte „Overdubs“, also Sachen die nachträglich eingespielt werden. Und all diese Sachen kann Dennis jetzt bei der Tour live spielen. Dennis Kern ist dazu noch der Clown der Band. Er hält die Stimmung oben und es ist eine totale Freude mit ihm zusammen auf der Bühne zu stehen. Er hat sehr viel positive Energie an der er mich und die anderen teilhaben lässt. Das ist wirklich sehr schön.

RaR-Blog: Wird er denn in den nächsten Jahren weiter ein Teil von euch sein oder steht das noch nicht fest?

Thomas: Erst einmal nur für die Tour und dann sehen wir weiter. Ich glaube, dass uns Dennis immer verbunden ist. Dennis war ja bevor er zum zweiten Schlagzeuger und Gastmusiker wurde immer unser Backliner. Backliner ist derjenige der die Anlage aufbaut bevor das Konzert losgeht und die Saiten wechselt und die Instrumente in Schuss hält. Dennis war also auch vorher schon mit uns auf Tour.


RaR-Blog: Heute spielt ihr das erste von zwei Konzerten in Köln. Köln ist auf eurem Tourplan eigentlich nicht wegzudenken. Ich weiß, dass ihr in Köln euer erstes Konzert außerhalb von Berlin gegeben habt und dass hier einige Songs entstanden sind…

Thomas: Ähm. Ich bin ja später in die Band gekommen. Das mit dem ersten Konzert weiß ich nicht. Ich dachte immer Düsseldorf, aber das darf man hier ja nicht sagen. Im AK47.. das darf man ja in Köln nicht sagen, dass man in Düsseldorf so viel Spaß hatte (lacht). Aber wir haben „Launched“ und „Living Targets“ mit einem Kölner Produzenten aufgenommen. Mit Uwe Sabirowsky, der heute Abend sicher auch kommen wird. Und „Living Targets“ haben wir auch in Köln aufgenommen. In seinem Minirock-Studio.

RaR-Blog: Habt ihr denn auch einen persönlichen Bezug zur Stadt?

BeatsteaksThomas: Wir haben Freunde hier. Über die Jahre sind hier Freundschaften entstanden. Menschen die man besucht wenn man hier ist. Köln ist eine besondere Stadt. Es gibt für uns einfach so Städte wo es für uns immer einfach gut lief, wenn man das so sagen kann. Wo immer enthusiastische Reaktionen vom Publikum da waren. Dazu gehört vorneweg natürlich Berlin, aber auch Köln und Hamburg sind da so Städte wo wir uns immer sehr willkommen gefühlt haben.

RaR-Blog: Köln war ja auch das erste Konzert der Tour welches wieder ausverkauft war.

Thomas: Ja genau.


RaR-Blog: Vor dem Release des neuen Albums habt ihr natürlich vielen Interviews gegeben und da wurde natürlich viel darüber geredet wie die Platte entstanden ist.  Es war überall rauszuhören, dass ihr für „Beatsteaks“ nicht so lange gebraucht habt als für eure vorherigen Alben. Woran meinst du liegt das? Liegt es daran, dass ihr euch schon so lange kennt und das dies eine Produktion einfacher macht? Bei unserem letzten Interview im letzten Sommer sagtest du das ihr gerade dabei seid die ersten Steps für eine neue Platte zu machen. Wahrscheinlich für die Vorproduktion oder?

Thomas: Und die Vorproduktion von der ich damals gesprochen haben wurde dann die Albumproduktion. Ich weiß es nicht genau, es waren wahrscheinlich glückliche Umstände. Die Gruppendynamik hat gestimmt, die Energie war auf dem Platz zu spüren und dann kam eins zum anderen und der Produzent war voll am Start und alle waren ganz glücklich. Ehrlich gesagt weiß ich nicht ob es daran lag, dass wir noch bessere Freunde geworden sind als wir vorher waren. Ich glaub einfach, dass es zu uns passt. Wir sind nicht die großen Künstler die jetzt hundert Jahre an einer Platte arbeiten. Sondern wir machen Musik für´s hier und jetzt. Unsere Platten sind Momentaufnahmen und sind nichts für die Ewigkeit sondern für jetzt. Wir machen Musik um später einfach Party feiern zu können.

RaR-Blog: Gab es denn etwas das an der Produktion anders war als bisher? Außer das die Aufnahmen nicht so lange gedauert haben?

Thomas: Ja uns hat Walter Schreifels bei den Texten geholfen. Es war hilfreich einen „nativ speaker“  an der Hand zu haben, der einem geholfen hat bei dem was man sagen wollte. Der auch einmal gesagt hat: „Es ist ja schön was du sagen willst, aber meinst du das interessiert jemand?“ (lacht). Also von ihm kam dann auch schon mal Gegenfeuer.  Das Studio kannten wir schon. Da haben wir schon bei „Smack Smash“ Songs aufgenommen. Ich glaub einfach die Biokurve… Sagt man Biokurve? Weiß man nicht ob man das sagt, aber es gibt solche Kurven und wenn die bei fünf Leuten genau gleich verlaufen dann hat man eine hohe Chance, dass man total konstruktiv und kreativ schnell zum Punkt kommt.

RaR-Blog: Also.. es lief einfach!

Thomas: Es lief (lacht)


RaR-Blog: Nehmt ihr euch bei jeder Platte eigentlich immer vor euch weiterzuentwickeln? Jedes Album steht irgendwie für sich. Sie unterscheiden sich in vielen Dingen jedoch schafft ihr es den Beatsteakssound immer beizubehalten.  Wenn ich ein neues Lied von euch im Radio höre habe ich immer gleich das Gefühl das es ein Beatsteaks-Song ist. Auch wenn er in eine ganz andere Richtung geht als die bisher bekannten.

BeatsteaksThomas: Ich nehme es jetzt mal als Kompliment, dass man eine Band erkennt (lacht). Austauschbare Band gibt es vielleicht, aber es ist schön da nicht dazuzugehören. Vielen Dank! Aber wir sind ja auch immer noch dieselben Leute. Du hörst immer dieselben fünf Leute, was sollen die auch machen? Die können sich auf den Kopf stellen, aber dann sind es immer noch die fünf Leute. Und das mit dem Vornehmen, weiß ich nicht. So große Pläne machen wir nicht. Wir haben auch schon versucht große Pläne zu schmieden, aber das geht dann auch schief. Das ist furchtbar. Dann hat man so große Ansprüche und man kommt dann da nicht ganz dran weil man es dann doch nicht so blickt. Wir spielen uns einfach unsere Ideen vor und an den Ideen die allen gefallen wird dann gearbeitet.  Und Vornehmen weiß ich jetzt nicht. Wir versuchen es trotzdem so gut wie möglich zu machen. Also wir wollen jetzt nicht irgendwie rumschlampen. Wir wollen es schon gut machen.

RaR-Blog: Und es gelingt euch ja auch immer.

Thomas: Hoffe ich.


RaR-Blog: Für „Beatsteaks“ habt ihr sehr viel Promo gemacht wie ich finde. Ihr seid für euch bisher untypische Wege gegangen. Ihr wart z. B. im Morgenmagazin zu sehen und habt im Vergleich zu den letzten Alben auch sehr viel mehr Promo gemacht. Wie kam es dazu? Hattet ihr das Gefühl es müsste mehr werden oder ist das nur eine falsche Einschätzung von mir?

Thomas: Also erstens haben wir eine Platte gemacht die uns gefällt. Dafür machen wir gerne Werbung. Wir sind stolz auf die Platte und wir wollen es der Welt auch erzählen. Wir wollen die auch verkaufen. Wir wollen auch das der Rest der Welt sagt: „Das ist echt eine schöne Platte!“ und dazu gehört einfach Promo. Wir können Konzerte spielen und wir können Interviews geben und das machen wir so viel wie möglich. Wir haben mal geguckt wo wir überall noch hingehen können und wo unsere Schmerzgrenze ist z. B. das „Morgenmagazin“ und „3nach9“. Ich finde wir haben uns jetzt nicht verrannt und haben irgendwelche Scheiße gemacht von daher haben wir das ganz gut hinbekommen. Ob´s so viel mehr war als bei der letzten Platte, dass verrät euch gleich das Licht (lacht). Keine Ahnung. Ich dachte wir hätten bei der letzten Platte auch schon viel gemacht.

RaR-Blog: Vielleicht nimmt man durch das Internet und Facebook jetzt auch einfach viel mehr davon auf.

Thomas: Das stimmt. Wir haben die gleiche Anzahl an Interviews gegeben, aber wir haben in den sozialen Medien danach einfach allen Bescheid gesagt, dass wir das auch getan haben und dadurch haben mehr davon mitgekriegt.


RaR-Blog: Was mir bei euren Platten auch auffällt ist das sie generell immer eine Spieldauer von ca. 35 Minuten haben.

Thomas: Wir kriegen einfach nicht mehr Lieder zusammen.

RaR-Blog: Würdest du das schon als eine Art Marekennzeichen von euch sehen?

Thomas: Das ist unser Format und unsere Länge. Das war irgendwie immer so und ich glaub daran wird sich jetzt nicht mehr viel ändern.

RaR-Blog: Okay, aber es gibt auch immer noch ein paar B-Seiten.

Thomas: Ja und die B-Seiten machen wir dann für die Singles. Weil wir wollen ja auch das die Singles dann etwas besonders werden. Außerdem eine Coverversion auf einer Platte… Weiß ich jetzt nicht ob das so schockt. Deshalb heben wir uns so Sachen dann für später auf wenn wir noch eine Single machen. Aber ich hab keine Ahnung warum das so ist. Wir kommen immer bei diesen 32 Minuten an.

RaR-Blog: Für ne Autofahrt ist es auf jeden Fall die perfekte Länge.

Thomas: Für ne Autofahrt von wo nach wo? (lacht)

RaR-Blog: Von der Arbeit nach Hause oder so (lacht)

Thomas: Von der Arbeit nach Hause. Stimmt das ist ne gute „Von der Arbeit nach Hause“-Platte (lacht).

RaR-Blog: Naja man kann eure Platten natürlich auch irgendwo anders hören. Aber es ist wirklich eine Spielzeit die man kurz mal irgendwo dazwischen schieben kann.

Thomas: Das ist so der „Beatsteaks-Snack“ für zwischendurch oder so. Die 31-Minuten Terrine.


RaR-Blog: Jetzt mal was ganz anderes. Eure Konzerte wie auch die von vielen anderen Bands sind in den letzten Jahren zum Paradies für Diebe geworden. Auf einigen Facebookseiten wird bereits vor Dieben auf eurer Konzerte gewarnt. Wir haben das Gefühl das Problem wird in den letzten Jahren immer größer. Wie geht ihr damit um und habt ihr vielleicht Lösungsansätze wie man das in den Griff bekommen könnte?

BeatsteaksThomas: Das stimmt. Wir können die Leute nur draufhinweisen, dass das Problem existiert.  Wir erkennen die Diebe ja nicht am Einlass. Wenn wir sie erkennen würden, dann würden wir sie nicht reinlassen. Wir sind auch nicht die Einzigen denen das passiert. Ich weiß von den Toten Hosen, dass denen das auch schon passiert ist. Ich glaub das ist ein relativ lukratives Geschäft, dass Taschendiebe-Gangs eine Band auf Tour begleiten so zu sagen.  Wir können es nur sagen: „Diebe sind im Haus! Pass auf, pass auf pass auf!“  und …

RaR-Blog: Auslasskontrollen wär ja vielleicht eine Lösung. Nicht nur wenn man die Veranstaltung betritt sondern auch wenn man sie verlässt. Wenn dann jemand mehr als vier oder fünf Handys in der Tasche hat ist das ja schon auffällig.

Thomas: Ja, aber wie weit willst du die Leute drangsalieren.

RaR-Blog: Ja das stimmt natürlich. Ein Vorteil hat das Ganze aber. Wenn die Leute ihre Handys dadurch zu Hause lassen dann würde weniger gefilmt und mehr gefeiert werden.

Thomas: Ja. Was uns so recht wäre, aber das mit den Dieben ist ein ernstes Thema und ich hoffe wir erwischen die einfach. Dann gibt´s auf die Schnauze (lach).

RaR-Blog: In den letzten Jahren ist es leider wirklich sehr schlimm geworden.

Thomas: Und die treiben sich meistens in den ersten Reihen rum, da wo das Gedränge am dichtesten ist. Das ist auch sicher bei Rock am Ring ein Thema.

RaR-Blog: Definitiv!

Thomas: Also: Aufpassen! Geht in die erste Reihe und lasst den Geldbeutel hinten bei Mama.


RaR-Blog: Rock am Ring ist ein gutes Stichwort. Im nächsten Jahr steht ihr wieder bei Rock am Ring und natürlich auch bei Rock im Park auf der Bühne. Bei Rock am Ring dieses Mal am neuen Standort Mendig. Wie habt ihr die Entwicklung und die Streitigkeiten zwischen MLK und der DEAG mitbekommen? Und wie ist deine bzw. eure Meinung zu?

Thomas: Ich hab´s mitbekommen und ich habe dazu keine Meinung. Das ist Veranstalterpolitik. Ich hab von Veranstaltungspolitik echt keinen blassen Schimmer. Ich bin Schlagzeuger. Tut mir echt Leid. Wir spielen Rock am Ring und…

RaR-Blog: Es gibt z. B. Bands wie die Toten Hosen, wo sich Campino dieses Jahr eigentlich klar zu Lieberberg und Rock am Ring geäußert hat. Wie seht ihr das? Wenn ihr z. B. später Anfragen von Der Ring Grünen Hölle Festival, dem neuen Festival am Nürburgring, bekommen würdet – Wäre das für euch eine Option dort zu spielen?

BeatsteaksThomas: Da habe ich noch keine fünf Minuten drüber nachgedacht. Ich weiß auch nicht. Keine Ahnung. Ich habe von Veranstaltungen echt keinen blassen Schimmer (fängt an zu singen) „… weil ich Schlagzeuger bin.“ Aber ich bin loyal und dumm. (lacht)

RaR-Blog: Schön die ärzte zitiert. Mendig ist ja der neue Standort. Ich schätze du warst noch nie da oder?

Thomas: Ich war noch nie da. Nächstes Jahr sind wir da und dann kann ich mehr dazu sagen.

RaR-Blog: Wie meinst du entwickelt sich das Festival an dem neuen Standort? Meinst du eher dass die Veränderung positiv ist?

Thomas: Ich kenn den Standort nicht und deshalb kann ich es echt nicht sagen. Aber ich werde es erfahren. Du musst mich unbedingt nächstes Jahr danach fragen, dann habe ich nämlich eine Meinung dazu.

RaR-Blog: Das können wir auf jeden Fall machen!

Thomas: Ja. Dann lass uns so verbleiben (lacht).


RaR-Blog: Rock am Ring und Rock im Park feiern im kommenden Jahr beide Jubiläum. Rock am Ring wird 30 und Rock im Park 20. Auch bei euch gibt’s was zu feiern…

Thomas: Genau. Auch 20 Jahre.

RaR-Blog: Genau. Im kommenden Jahr gibt es euch bereits 20 Jahre. Plant ihr da irgendwas? Wird es eine große Sause geben? Wie sehen da eure Pläne aus?

Thomas: Ja wir planen da ein bisschen vor uns hin, aber wir werden es noch nicht verraten.

RaR-Blog: Schade!

Thomas: Ich glaub Ende November sagen wir Bescheid was wir machen. Wir wollen schon feiern, so ist es nicht. Wir wollen auf jeden Fall feiern. Wir machen da irgendwas Cooles und Ende November sagen wir Bescheid was es sein wird.


RaR-Blog: Super, da sind wir gespannt. Bei Rock am Ring und Rock im Park seid ihr dieses Jahr Co-Headliner. Bei Rock’n‘Heim oder dem Highfield habt ihr aber grandios bewiesen das euch auch die Headlinerrolle gut steht. Wo sieht du Unterschiede zwischen Co-Head und dem Headliner?

BeatsteaksThomas: Ich glaub in dem Moment wo man spielt ist es total Wurst. Ich glaube Co-Headliner ist eine super Sache. Man hat nicht die Verantwortung für den ganzen Abend, hat man so das Gefühl. Hat man ja trotzdem, aber man denk man hätte sie nicht und es hat so einen Hauch von „Support-Act Gefühl“. Außerdem sind die Leute noch nicht so blau. Was gut und schlecht sein kann (lacht).  Ich find eigentlich Co-Headliner zu sein ein ziemlicher Hammer.

RaR-Blog: Und für wen wärst du da am liebsten Co-Headliner, wenn man das nun mal auf Rock am Ring begrenzt? Wen von den drei Bands..

Thomas: Wer sind die drei?

RaR-Blog: Foo Fighters, Slipknot und die Toten Hosen

Thomas: Ähm.. Ist mir Latte (lacht)


RaR-Blog: Habt ihr bei Festivals denn auch mal Zeit euch andere Bands anzugucken? Ich habe z. B. Torsten bei Rock’n’Heim getroffen der sich Die Antwoord angeguckt hat.

Thomas: Bei Rock’n’Heim haben wir auch Outkast geguckt. Ja auf jeden Fall. Wir gucken uns immer Bands an. Gerne auch schon am Nachmittag die Bands die man noch nicht so gut kennt.


RaR-Blog: Wie sieht sonst eure Planung für´s nächstes Jahr aus? Zwei Festivals sind ja jetzt mit Rock am Ring und Rock im Park bestätigt. Wie sieht es sonst aus? Ist noch eine Tour geplant oder wird es eher eine Festivalsause nächstes Jahr – außer das Jubiläum über das wir ja noch nicht sprechen können?

Thomas: Wir werden hoffentlich gesund bleiben, wir werden Festivals spielen, wir werden vielleicht noch eine kleine Tour durch Europa machen und alles Weitere sind wir gerade am Überlegen was man jetzt noch machen könnte, aber das wissen wir noch nicht so genau. Wir feiern auf jeden Fall Geburtstag und man wird irgendwie im nächsten Jahr von uns hören.


RaR-Blog: Am Freitag habt ihr euer neues Video zu „Everything went black“ veröffentlicht. Ein fantastisches Video wie ich finde.

Thomas: Dankeschön.

RaR-Blog: Bitteschön. Ein bisschen im Stil von Sin City finde ich.

Thomas: Ja ein bisschen

RaR-Blog: Wer kam auf die Idee?

Thomas: Wir haben die Moderat-Videos gesehen die Pfadfinderei macht in Berlin. Das ist so eine Firma die so animierte Videos machen und die haben uns sehr gut gefallen. Wir haben die gefragt ob sie sich vorstellen können ein Video dazu zu machen und die haben gesagt: „Ja, auf jeden Fall.“. Dann hatten die eine Idee für eine Mafiageschichte. Eigentlich ist das auf deren Mist gewachsen. Die haben das so hochgezogen. Wir haben mal gesagt: „Och das oder das könnte länger sein.“  oder solche Sachen, aber viele Anmerkungen gab es von unserer Seite nicht. Die haben das relativ frei durchgezogen. Pfadfinderei  – Berlin! (hebt die Faust in die Luft)

RaR-Blog: Und wie lange hat das ungefähr gedauert das Video zu produzieren?

Thomas: Acht Wochen.


RaR-Blog: Ich habe in den letzten Jahren gemerkt, dass ihr immer weniger selbe in den Videos auftaucht. Es gibt Videos wie z. B. zu „SaySaySay“ wo ihr bekannte deutsche Schauspiele für engagiert habt oder jetzt das Comicvideo zu „Everythink Went Black“. Ist es Grundsätzlich so, dass ihr das gerne mal anderen Leuten überlasst oder stecken da künstlerische Gründe hinter?

BeatsteaksThomas: Beim Video… Die Idee gewinnt. Egal ob die Band drin ist oder nicht. Die Idee Gewinnt. Und je nachdem was die Idee fordert  wird das auch gemacht. Bei „Gentleman Of The Year“ ist es ja hauptsächlich Arnim. Es ist jemand aus der Band und zwar die ganze Zeit. Das ist halt das Gegenteil davon. Wir haben auch schon viele Videos gemacht die nur aus uns bestanden. Das „Hey Du“-Video waren nur wir. Es kommt also immer auf die Idee an. Die Idee gewinnt und die sagt dir: „Spiel mit oder spiel nicht mir!“.


RaR-Blog: Letzte Frage. Was wünschst du dir für heute Abend?

Thomas: Ich wünsche mir für heute Abend eine Party und nicht weniger (lacht)

 

RaR-Blog: Vielen Dank für das Interview.

Thomas: Bitteschön. Gern geschehen.

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